Tretmühle

Wofür tu ich das?

Man, ich fühl mich wie in einer Tretmühle, meine Beine laufen nur weiter, weil sich das Rad eh schon dreht, anhalten keine Chance. Ich bin k.o. Und ich bin einfach nicht für den Job gemacht, den ich gelernt habe...

Mein Rücken tut weh, meine Knie und meine Füße, ich bin müde und aufgedreht, nix Neues. Aber wenigstens habe ich den besten Mann der Welt... 

Im Ernst, so manchmal hasse ich dieses Leben, das Schlimme daran: Ich müsste das alles nicht mal tun, ich tue den Mist, wie Arbeiten, nur um mein Selbstwertgefühl zu erhalten. Naja und man mag das glauben oder nicht, ich bin froh, wenn meine Eltern und mein Bruder wieder da sind, dieses verdammte rumgefahre ist doch recht nervig. Gestern abend war ich noch auf der Examensparty(hat sich nicht gelohnt), nur 4 Stunden Schlaf, schlechter Schlaf, ich schlafe so unruhig wie lange nicht, keine Ahnung warum, stehe ständig unter Strom, hab schon Magenschmerzen. Dann zu meinem Bruder fahren, Post rausholen, zu Eltern fahren, Post raus holen, 10 Min. Pause Zuhause und los zur Arbeit. Das ist nicht unbedingt das Leben, dass ich führen wollte. Marco tut mir da wirklich leid, wobei der glaub ich nicht traurig ist, wenn er mal etwas Zeit nur für sich allein hat. 

Ich bin froh, dass ich raus bin aus dem Job, Krankenschwerster..., Mädchen für alles, was für eine Sch..., nicht, dass es auch schöne Momente gibt, aber es ist einfach so, dass ich das nicht kann, nicht durchhalten kann, körperlich, ich glaube, ich müsste wohl spätestens mit 40 in Frührente gehen...

Gut, ich muss mich noch auf ein schlaffähiges Level bringen, bin immer noch zu aufgedreht, obwohl ich doch verdammt müde bin, vielleicht schon wieder zu müde. Dann die Gedanken, was ich so tun muss:

- Termin bei der Bank

- Oma anrufen

- Lernplan fertigstellen

- anfangen Physio zu lesen

und eigentlich bräuchte ich auch Zeit, mich zu erholen. Graule mich ein wenig vor der Bankgeschichte, hoffe die sind nicht so nervig und wollen mir was aufschwatzen, weiß doch, was ich eigentlich will, also Nerven behalten...

 

27.9.09 23:52, kommentieren

Ja ich weiß, was für ein langer Post, aber das musst mal sein.

Heute geht es mir wieder besser, abgesehen von dem schlechten Gewissen wegen meiner Untätigkeit, was das Lernen angeht, aber es war eine harte Woche und ich glaube, dass ich mir das erlauben darf. Die nächste Woche scheint rosiger zu werden.

Mein Rücken tut weh, ich bin müde und ich habe Muskelkater, aber das Leben ist schön

25.9.09 18:09, kommentieren

was vor 3 Tagen geschah und nicht gepostet werden konnte...

Krass man, was für ein Tag! Ich bin deprimiert, k.o., gestresst und irgendwie am Ende. Ich weiß gar nicht recht, wo mir der Kopf steht, es schwirren tausende Gedanken darin herum, wie kleine Schwärme von Obstfliegen oder so und zugleich fühle ich mich vollkommen leer und ausgebrannt, hohl… Was passiert ist. Hm, nun, dafür gibt es letztlich keine Antwort in 2 Sätzen. Ich wünsche mir mal etwas Ruhe, ganz ohne Druck, ganz ohne Hintergedanken, dass man noch was tun müsste. Aber das ist schon seit 4 Wochen der Fall. Im Urlaub gab es da zwar durchaus Momente, in denen ich tatsächlich mal vollkommen abschalten konnte, aber oft war doch ein gewisser Druck da. Schade. Dann ging es hier weiter: Gut, Geburtstagsvorbereitungen und so, klar, das ist zwar Stress, aber irgendwie war das positiv zu bewerten, auch wenn die Zeit immer knapp war. Naja, nun sind meine Eltern weg und mein Bruder, ich muss das Haus und seine Wohnung sitten und meine Oma im „Auge“ behalten. Oh und zu guter letzt neben Lernen, was ich eigentlich schon diese Woche tun wollte, noch Arbeiten. Aber heute ging lerntechnisch bzw. vorbereitungstechnisch gar nichts mehr. Viel zu früh klingelt der Wecker, draußen ist es früh scheiß kalt, wär fast am Lenkrad festgefroren und ehrlich, ich dachte schon ich müsste Kratzen und das im September… Der Dienst ging, bis wir einer weniger waren, die stellvertretende Leitung sich ins Stationszimmer zurückgezogen hat und ich zusehen musste, wie ich Hammer und Stiel allein mit 2 Schülern aus dem 2. Und einer FSJ-lerin schmeißen musste. Ich hatte da keine vernünftige Übergabe, keinen Überblick und konnte nichts zu Ende machen, zumindest nicht mit einem Mal. Die inneren Notizen stapelten sich in meinem Hirn… Dann habe ich ein neues Arschloch kennengelernt. Orthopäden sag ich da nur, ein super arroganter, fauler, selbstverliebter Schnösel von Arzt… Mir wären meine Gedanken fast per Os entfleucht. Das hätte wohl Ärger gegeben. Naja, mir kann’s ja eigentlich egal sein. Naja, ich hoffend, dass ich an alles gedacht habe, mache Übergabe, habe noch eine Sache zu erledigen, aber das konnte bis danach warten. Ich bin fertig, der Rest des Frühdienstes verabschiedet sich, bereits umgezogen, ich denke: „Na toll!“ Aber ich stelle meine Medis, denn man will sich nicht lumpen lassen. Mit 30 Min. Verzögerung, ohne Pause gemacht zu haben, verabschiede auch ich mich. Auf der Suche nach jemandem zum Ausheulen auf der Inneren oder Pädiatrie finde ich niemanden. Ich bin deprimiert, verschwinde, muss noch Blumen gießen, Mülltonne rausstellen und Post rausholen, fahre also zu meinen Eltern. Zwei Milkyways trösten mich über meine Müdigkeit und drücken meinen inneren Widerstand nieder. Ich habe eigentlich keine Lust, aber ich tu’s trotzdem, quäle mich durch den Verkehr zur Wohnung meines Bruder, um die Post raus zu holen, der Verkehr ist dicht und ich könnt ausrasten, wie manche Leute fahren, aber ich bin zu müde und nehme es hin. Endlich angekommen fällt mir nur Werbung entgegen, ich frage mich: „Warum bin ich nur hierher gefahren.“ Dann starte ich Versuch Nr. 2 seine Wohnungstür auf zu schließen, quäle mich in den 4. Stock, obwohl auch meine Beine ziemlich müde sind. Drei Schlüssel, alle passen ins Schloss, keiner lässt sich drehen, toll, also umsonst her gefahren. Ich bin wieder deprimiert, die Milkyways haben keine Wirkung mehr. Zurück nach Hause entscheide ich mich für einen anderen Fahrtweg in der Hoffnung es sei leerer, Irrtum, Ich stehe an jeder Ampel ca. 2 Ampelfasen, ich bin müde, die Leute fahren wie die Bekloppten, ich fahre mit. Endlich Zuhause, quäle mich in den 2. Stock, zum Glück nicht höher, ich will nicht mehr, ich habe Hunger, bin müde und bin völlig down. Oma will noch anrufen, wird sie morgen besuchen, wollte Einkauf mitbringen, sie mir ihre Einkaufsliste durchgeben, ich will nicht, nicht jetzt. Das Telefon bleibt vorerst ruhig. Erst mal was trinken. Ich entscheide mich gegen meinen Willen heute zum 5.x hintereinander Paella zu essen, damit sie wegkommt, bevor sie schlecht wird, denn es wird Zeit. Dann setze ich mich vor den Fernseher, (lernen? keine Chance)Beine hochlegen. „Gott tut das gut“ Ich gucke den Anfang von Watchmen, da bin ich Sonntag voll eingeschlafen und wie ich merke, habe ich gar nichts mitbekommen. Es ist schön, denn es ist ruhig. 40 Min. später ist Marco da, auch er k.o., das ist gut. Das ist das Erste und einzig Gute an diesem Tag, wir gucken zusammen, er schläft auf meinem Bauch ein. Doch die Uhr ist unermüdlich, es ist 19h und es ist Dienstag, Hockeytraining.“Naja,“ denke ich mir, „etwas Dampf ablassen tut vielleicht ganz gut“ Sonja holt mich ab, auf den ersten Blick sehe ich, dass sie eigentlich keinen Bock und schlechte Laune hat. „Toll…“ Wir holen Britta ab und kommen auf den Platz, Versammlung? Der Trainer sagt wir sollen was klären: „HäääH? Was für eine Scheiße läuft denn jetzt schon wieder ab?“ Ich will am liebsten gleich wieder gehen, aber ich bleibe. Es geht wie immer um Trainer-Damen-Kommunikation, es klappt einfach nicht, keiner will vom anderen so behandelt werden, wie er es wird. Was tun? Den Stress gibt es schon seit 3 Monaten, rückläufige Trainingsbeteiligung, ich hab keine Lust auf den Mist. Was tun? Entscheidung: Wir brauchen zur Hallensaison einen neuen Trainer und wir werden Ralph unsere Entscheidung mitteilen. Das ist traurig, denn ich mag ihn und er macht seine Sache gut, aber er hat leider keinerlei Respekt vor uns und wir nicht vor ihm, das geht nicht gut, dabei haben wir viel gelernt, aber so geht es nicht weiter. Schade. Danach hammer Lauftraining, nur noch 10 Min. Zeit zum Spielen, toll, ich verfluche innerlich diesen upgefuckten Tag. Wir laufen uns aus und ich bin noch deprimierter als zuvor, noch k.o.-er. Mein Kopf fühlt sich hohl und leer an und doch tausende von Gedanken. Wir fahren nach Hause, schlechte Stimmung im Auto. Zuhause bin ich glatt froh, dass ich allein bin, wollte zwar eigentlich meine Oma wegen der Einkaufsliste anrufen, aber ich kann nicht mehr. Ich will diesen verdammten Tag nur loswerden, aber blog-Seite ist down, toll. Tja und jetzt schreibe ich hier. Mein ganz persönlicher scheiß Tag. Tja und jetzt, jetzt geh ich duschen.

25.9.09 18:07, kommentieren

how long

Man,man, man, dieses Studium richtet einen noch zugrunde, aber ich bin zuversichtlich: Alles wird gut.

Mir ging es zugegebener Maßen ganz und gar nicht gut, innerlich vollkommen leer, hohl und abgestumpft schrieb ich mir selbst nach unendlicher Zeit des nichts schreibens einen Brief, der mich so schockierte, dass ich plötzlich meine Augen öffnete:

Gott verdammt, was ist aus mir geworden, wer bin ich, wer war ich und wo will ich eigentlich hin?

Ich brauchte eine Auszeit, denn als Schatten meiner Selbst dümpelte ich durch mein eigenes Leben, in dem ich doch eigentlich die Hauptrolle spielen sollte.

Also habe ich alle noch nötigen Prüfungen über mich ergehen lassen und sogar bestanden, um dann eine Auszeit zu nehmen, denn für mehr fühlte ich mich nicht im stande. 

Tja und nach nun 1,5 Monaten scheine ich zumindest zu großen Teilen wieder ich selbst zu sein, dass ist doch was oder?

Und: Ich kann schreiben

11.8.09 18:11, kommentieren

Tag 2 in Santa Pola

Ja, man war ja nicht untätig...

1 Kommentar 3.10.08 13:04, kommentieren

Urlaub vorbei

So, der Urlaub ist vorbei und lernen ist mal wieder angesagt, aber hier ein paar Urlaubsimpressionen...

3.10.08 12:53, kommentieren

Heute ist ein großer Tag...

Naja, zumindiest für die meisten Deutschen:

EM- Finale 2008

Spanien - Deutschland

Mal schauen, wo das hinführt. Bisher war das für mich eher ein chatastrophentag... Lernen, organisieren, wo man ab wann mit wem guckt, wer wo schon mal war, wo es gut oder schlecht ist... Dann ist auch noch die doofe Badewannenamatur kaputt gegangen, folglich konnte ich werder duschen noch meine Haare waschen, bis das in Ordnung gebracht ist... Also ich meine Eltern angerufen, ob die noch eine Reserveamatur haben... und Gott sei Dank... Aber wer macht das ganze nun ran??? Hm, naja, wer wohl ICH (Zitat von meinem Vater zu meiner Mutter: "Ach, die schafft das schon, an der ist doch ein Handwerker verloren gegangen." Gesagt getan, na und tatsächlich bedurfte es 10-15 Min. und die neue alte Amatur sitzt und ist vor allem dicht. Tja, nun noch eine Runde Lernen und dann geht es schon wieder ab zum Fußballgucken.

Ganz schön stressig so ein großer Tag.

29.6.08 15:12, kommentieren